<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Tierethik</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tierethik"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Tierethik rootpage-Tierethik skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tierethik</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Die <b>Tierethik</b> ist eine Teildisziplin der <a href="Bioethik" title="Bioethik">Bioethik</a>. Ihr Gegenstand sind die <a href="Moral" title="Moral">moralischen</a> Fragen, die sich aus dem menschlichen Umgang mit <a href="Tier" title="Tier">Tieren</a> ergeben. Hierbei stehen insbesondere Fragen nach der <a href="Legitimit%C3%A4t" title="Legitimität">Legitimität</a> der Nutzung von Tieren für menschliche Interessen im Mittelpunkt. Da Tiere einander wie Menschen durchaus Schmerzen zufügen bzw. einander verzehren und verdrängen, berühren Fragen der Tier- bzw. Bioethik auch Fragen nach der Menschen und anderen lebenden Wesen zugestandenen Rolle innerhalb der Welt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ansätze"><span id="Ans.C3.A4tze"></span>Ansätze</h2></div>
<p>Ausgangspunkt einer Tierethik kann die <a href="Anthropozentrismus" title="Anthropozentrismus">anthropozentrische</a> Auffassung sein, nach der der Mensch das <a href="Protagoras#Lehre" title="Protagoras">„Maß aller Dinge“</a> sei, oder die <a href="Pathozentrismus" title="Pathozentrismus">pathozentrische</a> Position, nach der die Leidensfähigkeit der Lebewesen das zentrale Kriterium für ihren Einbezug in die Sphäre der moralisch zu berücksichtigen sein sollte. Ebenso kann eine Tierethik auch auf einer <a href="Biozentrismus" title="Biozentrismus">biozentrischen</a> Überzeugung aufbauen, nach der das <a href="Leben" title="Leben">Leben</a> an sich, gleich welches, einen Eigenwert besitzt, der moralisch zu berücksichtigen ist. Die Ethik selbst bleibt jedoch in jedem Falle stets <i>anthroporelational</i> – sie ist vom Menschen für den Menschen entworfen.
</p><p>In der anthropozentrischen <a href="Ethik" title="Ethik">Ethik</a> werden nicht-menschliche Tiere und außermenschliche Natur als Objekte behandelt. Dennoch können auch in anthropozentrischen Konzepten bestimmte Handlungsgrundsätze gegenüber Tieren gelten. So ist eine grausame Behandlung von Tieren für <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Immanuel Kant</a> deshalb nicht akzeptabel, weil diese die Menschen abstumpfen lasse und dadurch auch die Moral im Verhältnis zu anderen Menschen in Mitleidenschaft gezogen werde.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei Kant bestehen allein dem Menschen gegenüber <i>direkte</i> Pflichten und den weiteren Tieren gegenüber nur <i>indirekte</i> Pflichten, die sich aus den Pflichten den Menschen gegenüber ableiten.
</p><p>Wird die Frage, ob gegenüber nicht-menschlichen Tieren moralische Verpflichtungen bestehen, bejaht, können eine <a href="Hierarchie" title="Hierarchie">hierarchische</a> und eine <a href="Egalitarismus" title="Egalitarismus">egalitaristische</a> Auffassung unterschieden werden. Vertreter der hierarchischen Position sind der Auffassung, ein Einbezug der Tiere in die moralische Gemeinschaft schließe keineswegs die Nutzung von Tieren für menschliche Zwecke aus; siehe auch <a href="Krone_der_Sch%C3%B6pfung" title="Krone der Schöpfung">Krone der Schöpfung</a>. Für Vertreter einer egalitaristischen Position dagegen sind die Vorrangstellung des Menschen und die daraus folgende Ungleichbehandlung gleichermaßen unbegründet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In diesem Sinne (Einbezug des Tiers als Subjekt in die moralische Wertegemeinschaft bei gleichzeitigem Aufrechterhalten einer hierarchischen Sonderstellung des Menschen) argumentiert auch die Mehrzahl der Vertreter einer christlich-theologischen Tierethik.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In jüngerer Vergangenheit bildete sich auch innerhalb der christlichen Ansätze eine Bewegung, die die Nutzung von Tieren und das hierarchische Mensch-Tier-Verhältnis ablehnt. Vertreter dieser Richtung im deutschen Sprachraum sind <a href="Eugen_Drewermann" title="Eugen Drewermann">Eugen Drewermann</a>, <a href="Rainer_Hagencord" title="Rainer Hagencord">Rainer Hagencord</a> und insbesondere <a href="Kurt_Remele" title="Kurt Remele">Kurt Remele</a>. Ein internationaler Vertreter ist <a href="Andrew_Linzey" title="Andrew Linzey">Andrew Linzey</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzung_zu_Tierschutz_und_Umweltethik">Abgrenzung zu Tierschutz und Umweltethik</h2></div>
<p>Im <a href="Tierschutz" title="Tierschutz">Tierschutz</a> wird davon ausgegangen, dass Tiere zum Nutzen des Menschen verwendet werden können, dabei jedoch eine mehr oder weniger <a href="Artgerechte_Haltung" title="Artgerechte Haltung">artgerechte Behandlung</a> erfahren sollen.
</p><p>Beim <a href="Artenschutz" title="Artenschutz">Arten-</a>, <a href="Naturschutz" title="Naturschutz">Natur-</a> und <a href="Landschaftsschutz" title="Landschaftsschutz">Landschaftsschutz</a> werden übergeordnete <a href="Umweltethik" title="Umweltethik">umweltethische</a> Gesichtspunkte angenommen, aus denen heraus eine Verantwortung des Menschen für die gesamte Umwelt unter Einbeziehung auch von Pflanzen, niederen Wesen bzw. <a href="Kulturraum" title="Kulturraum">kulturräumlichen</a> und <a href="Geotop" title="Geotop">geologischen</a> Besonderheiten angenommen wird.
</p><p>Die Tierethik wird als Teil einer umfassend gedachten <a href="%C3%96kologie" title="Ökologie">ökologischen</a> Ethik verstanden, da sie sich der Frage des Umgangs mit nicht-menschlichen <a href="Entit%C3%A4ten" class="mw-redirect" title="Entitäten">Entitäten</a> widmet. Die zentrale Frage der ökologischen Ethik, ob es nicht-menschliche Träger intrinsischer Werte gibt, ist zugleich eine leitende Fragestellung der Tierethik.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Obwohl sich Tierschutzvorschriften bereits in der Bibel<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und tierethische Argumente in <a href="Vegetarismus" title="Vegetarismus">Vegetarismus</a>- und Tiervernunftdiskussionen bei antiken Philosophen<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> finden, entstand eine eigenständige Tierethik erst in der Neuzeit.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Antikes_Griechenland" title="Antikes Griechenland">Antiken Griechenland</a> gab es vier verschiedene Sichtweisen zum moralischen Status der Tiere: Die <a href="Animist" class="mw-redirect" title="Animist">Animisten</a> glaubten, dass Menschen und Tiere <a href="Seele" title="Seele">Seelen</a> teilten und austauschten, die <a href="Mechanistisches_Weltbild" title="Mechanistisches Weltbild">Mechanisten</a> glaubten, dass weder Tiere noch Menschen Seelen besaßen. Die <a href="Vitalismus" title="Vitalismus">Vitalisten</a> glaubten, dass Menschen und Tiere Seelen besaßen, dass die tierischen Seelen jedoch <a href="Inferiorit%C3%A4t" title="Inferiorität">inferior</a> waren. Die vierte und weitaus größte Gruppe der antiken Griechen glaubte, dass Tiere zum Nutzen und Gebrauch durch den Menschen existierten.<sup id="cite_ref-modernlivestock_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-modernlivestock-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ethische Überlegungen zum Umgang mit den Tieren sind ein Produkt der <a href="Moderne" title="Moderne">Moderne</a>. Im Fahrtwind grundlegender Erneuerungen wie die <a href="Automatisierung" title="Automatisierung">Automatisierung</a> der <a href="Webstuhl" title="Webstuhl">Webstühle</a> oder der verbesserte Wirkungsgrad der <a href="Dampfmaschine" title="Dampfmaschine">Dampfmaschinen</a> durch James Watt nimmt die Industrialisierung Tempo auf. Die <a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">Aufklärung</a> führt die Menschen aus ihrer Unmündigkeit. Immanuel Kants Auslegung von „<i><a href="Sapere_aude" title="Sapere aude">sapere aude</a></i>“ als „habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ wird zum Leitgedanken der Aufklärung.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Menschen gehören zu einer moralischen Gemeinschaft, in der man keinem anderen etwas zufügt, von dem man selbst nicht möchte, dass es einem getan wird (<a href="Goldene_Regel" title="Goldene Regel">goldene Regel</a>). Tiere darf man bei Kant nicht quälen, weil andere Menschen Mitleids- oder Ekelgefühle bekommen könnten, Gefühle die man i. d. Regel selbst auch nicht haben möchte. Da ein rücksichtsloser Umgang mit Tieren verrohende Folgen für die Menschen haben könnte, der sich negativ auf den Umgang des Menschen miteinander auswirken könnte. Sein Ansatz stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Tiere haben keinen Eigenwert und ihr Schutz ist einzig von der Einschätzung des Einzelnen abhängig.
</p><p>Ein wichtiger Ausgangspunkt in der Debatte um die moralische Fragen der Mensch-Tier-Beziehung findet sich bei <a href="Jeremy_Bentham" title="Jeremy Bentham">Jeremy Bentham</a>.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
In <i>An Introduction to the Principles of Morals and Legislation</i> (1789) formuliert er mit Blick auf die Vorwehen der französischen Revolution, dass der Tag kommen wird, an dem nicht nur alle Menschen, sondern auch Tiere in den Kreis der moralischen Gemeinschaft aufgenommen werden. Bentham stellt heraus, dass die Fähigkeit zu <a href="Leid" title="Leid">leiden</a> die entscheidende Gemeinsamkeit zwischen Menschen und Tieren herstellt: „the question is not, Can they reason? nor, Can they talk? but, Can they suffer?“.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Henry_Stephens_Salt" title="Henry Stephens Salt">Henry Stephens Salt</a> war der erste Denker, der die Frage „Haben Tiere Rechte?“ mit der Antwort „Zweifellos, wenn Menschen sie haben.“ bejahte.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In seinem 1892 erschienenen Manifest „Animal Rights Considered in Relation to Social Progress“ formuliert er eine
Tierrechtsposition, die er als notwendigen Schritt einer gesellschaftspolitischen Weiterentwicklung des Menschen versteht.
</p><p>„Während die englischsprachige Tierethikdiskussion unter den Einflüssen von Benthams <a href="Utilitarismus" title="Utilitarismus">Utilitarismus</a> und <a href="Charles_Darwin" title="Charles Darwin">Darwins</a> <a href="Evolutionstheorie" title="Evolutionstheorie">Evolutionstheorie</a> eine natürliche Verwandtschaft und die Aspekte empirischer Gleichheit von Menschen und Tieren betont und seit dem späten 18. Jahrhundert nach dem <a href="Emanzipation" title="Emanzipation">Emanzipations</a>modell argumentiert, steht die deutsche Tierethik im 19. Jahrhundert zunächst unter dem Einfluss <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Kants</a>, dann unter dem der <a href="Arthur_Schopenhauer" title="Arthur Schopenhauer">Schopenhauer’schen</a> Mitleidsethik.“<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1902 erschien in der renommierten Zeitschrift <a href="Die_Woche_(1899%E2%80%931944)" title="Die Woche (1899–1944)">Die Woche</a> ein Artikel mit dem Titel „Der Tierschutz und die Frauen“. Der Autor stellt zwar fest, das Tier sei durch die Gesetzgebung nur sehr unzulänglich geschützt, kritisiert aber die Frauen, deren Mitgefühl für die Tiere zu weit ginge.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Leonard_Nelson" title="Leonard Nelson">Leonard Nelson</a> stellt 1926 in <i>Recht und Staat</i> die Pflicht der Arbeiterschaft, sich gegen die Ausbeutung der Tiere zu engagieren, in den Zusammenhang einer Kapitalismuskritik<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. <a href="Albert_Schweitzer" title="Albert Schweitzer">Albert Schweitzer</a> machte schon 1923 seine Kulturkritik insbesondere an der Mensch-Tier-Beziehung fest<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p><p>Die Debatte und die akademische Auseinandersetzung um Tierrechte etabliert sich im 20. Jahrhundert erst in den 1970er Jahren.
Seit dem Erscheinen von <i>Animals, Men, and Morals: An Enquiry into the Maltreatment of Non-Humans</i> (1971) von Godlovitch und Harris<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
und Peter Singers <i>Animal Liberation</i> (1975) institutionalisiert sich die Tierethik Schritt für Schritt als wissenschaftliche Disziplin. Mittlerweile ist die Tierethik zu einem festen Bestandteil der akademischen Auseinandersetzung und der philosophischen Ethik geworden.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als wichtigste Autoren zur Tierethik im deutschsprachigen Raum sind derzeit <a href="Jean-Claude_Wolf" title="Jean-Claude Wolf">Jean-Claude Wolf</a>, <a href="Ursula_Wolf_(Philosophin)" title="Ursula Wolf (Philosophin)">Ursula Wolf</a>, <a href="Richard_David_Precht" title="Richard David Precht">Richard David Precht</a>, <a href="Gotthard_M._Teutsch" title="Gotthard M. Teutsch">Gotthard M. Teutsch</a> und <a href="Helmut_F._Kaplan" title="Helmut F. Kaplan">Helmut F. Kaplan</a> zu nennen. Während der Australier <a href="Peter_Singer" title="Peter Singer">Peter Singer</a> und der US-Amerikaner <a href="Tom_Regan" title="Tom Regan">Tom Regan</a> in der Tradition des <a href="Utilitarismus" title="Utilitarismus">Utilitarismus</a> und der <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">kantischen</a> Philosophie den Miteinbezug von Tieren in die Ethik diskutieren, fußt Ursula Wolfs Konzeption des generalisierten <a href="Mitleid" title="Mitleid">Mitleids</a> auf der Mitleidsmoral <a href="Arthur_Schopenhauer" title="Arthur Schopenhauer">Schopenhauers</a>. Richard David Precht plädiert in <i>Noahs Erbe</i> (1997) und in <i>Tiere denken</i> (2016) für eine „Ethik des Nichtwissens“. Kaplans „einfache Ethik“ ist keiner bestimmten theoretischen Grundposition zuordenbar und darauf ausgerichtet, möglichst allgemeinverständlich zu sein. Einige Philosophen setzten sich auch für eine Ausweitung des Ansatzes von <a href="John_Rawls" title="John Rawls">John Rawls</a> auf nicht-menschliche Lebewesen ein.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Themen">Themen</h2></div>
<p>Zentrale Aufgabe der Tierethik ist die Ermittlung des ethischen Status des Tieres. Dabei werden sowohl die moralischen Konzeptionen grundsätzlich diskutiert, als auch die gängigen moralischen Intuitionen ermittelt und hinsichtlich ihrer Angemessenheit und moralphilosophischen Begründbarkeit überprüft. Aber auch die historischen Aspekte des Mensch-Tier-Verhältnisses werden untersucht. Diese Fragestellung, so wird bemängelt, sei in der abendländischen <a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a> vernachlässigt worden.
</p><p>Ein grundsätzliches Problem ist, ob der pauschal-summarische Begriff „<i>das</i> Tier“, der nicht zwischen niedrig- und hochentwickelten Organismen unterscheidet, in seiner tradierten Form haltbar ist. Tierethiker sehen ihn heute zumeist als ein <a href="Arbitr%C3%A4r" class="mw-redirect" title="Arbiträr">arbiträres</a> Konstrukt an, das in den klassisch-abendländischen Philosophieströmungen dazu diente, <i>ex negativo</i> eine Definition „des“ Menschen als Nicht-Tier zu ermöglichen.
</p><p>Ausgangspunkt aktueller tierethischer Ansätze sind u. a. konkrete, von Kritikern als „unmenschlich“ gewertete Aspekte der modernen Tiernutzung, etwa bei der <a href="Massentierhaltung" title="Massentierhaltung">Massentierhaltung</a>, bei <a href="Tiertransport" title="Tiertransport">Tiertransporten</a> oder <a href="Tierversuch" title="Tierversuch">Tierversuchen</a> sowie in der Zucht, in der oft „richtende“ Werturteile über „lebenswerte“ Kreaturen gefällt werden (vgl. <a href="Sexen" title="Sexen">Sexen</a>). Neue, durch medizinischen Fortschritt entstandene Themen, die unter tierethischen Gesichtspunkten diskutiert werden, sind die Möglichkeiten der <a href="Xenotransplantation" title="Xenotransplantation">Xenotransplantation</a> oder der Züchtung von Mensch-Tier-<a href="Mischwesen" title="Mischwesen">Mischwesen</a>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tierrechte">Tierrechte</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Tierrechte" title="Tierrechte">Tierrechte</a></i></div>
<p>Der Terminus <i>Tierrechte</i> ist ein zentraler Begriff aus der Tierethik. Er bezeichnet <a href="Subjektives_Recht" title="Subjektives Recht">subjektive Rechte</a> für (nichtmenschliche) <a href="Tier" title="Tier">Tiere</a>. Es besteht eine umfangreiche Debatte darüber, welche Tiere <a href="Rechtssubjekt" title="Rechtssubjekt">Rechtssubjekte</a> sind bzw. sein können, welche Rechte ihnen zugesprochen werden sollten, wie sich dies begründen lässt und welche praktischen Konsequenzen daraus resultieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Human-Animal_Studies" title="Human-Animal Studies">Human-Animal Studies</a></li>
<li><a href="Schmerzempfinden_von_Tieren" title="Schmerzempfinden von Tieren">Schmerzempfinden von Tieren</a></li>
<li><a href="Speziesismus" title="Speziesismus">Speziesismus</a></li>
<li><a href="Tierphilosophie" title="Tierphilosophie">Tierphilosophie</a></li>
<li><a href="Tierschutz" title="Tierschutz">Tierschutz</a></li>
<li><a href="Veganismus" title="Veganismus">Veganismus</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p>Eine umfangreiche Literaturliste wird bei <i><a href="Information_Philosophie" title="Information Philosophie">Information Philosophie</a></i><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> geführt:
</p>
<ul><li>Johann S. Ach, Dagmar Borchers (Hrsg.): <i>Handbuch Tierethik. Grundlagen – Kontexte – Perspektiven</i>. J. B. Metzler, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-476-02582-1.</li>
<li>Jens Badura: <i>Moral für Mensch und Tier. Tierschutzethik im Kontext.</i> Herbert Utz Verlag, München 1999, ISBN 3-89675-597-8.</li>
<li><a href="Martin_Balluch" title="Martin Balluch">Martin Balluch</a>: <i>Die Kontinuität von Bewusstsein. Das wissenschaftliche Argument für Tierrechte.</i> Guthmann-Peterson, Wien 2005.</li>
<li>Philipp Bode: <i>Einführung in die Tierethik.</i> UTB Böhlau, Wien 2018, ISBN 978-3-8252-4917-5.</li>
<li>Paola Cavalieri: <i>Die Frage nach den Tieren. Für eine erweiterte Theorie der Menschenrechte.</i> Harald Fischer Verlag, Erlangen 2002, ISBN 3-89131-407-8.</li>
<li><a href="Edgar_Dahl_(Philosoph)" title="Edgar Dahl (Philosoph)">Edgar Dahl</a>: <i>Xenotransplantation – Tiere als Organspender für Menschen?</i> S. Hirzel, Stuttgart 2000, ISBN 3-7776-1011-9 (<i>Verständlich geschriebene Übersicht zu der Rolle des Tieres in den Religionen des Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und des Christentums sowie der Philosophie von Descartes, Hume, Kant, Schopenhauer, Schweitzer, Singer und Regan</i>).</li>
<li>David S. Favre: <i>Animal Law: Welfare, Interests, and Rights.</i> Aspen 2008.</li>
<li>Thilo Hagendorff: <i>Was sich am Fleisch entscheidet. Über die politische Bedeutung von Tieren</i>. Büchner Verlag, Marburg 2021, ISBN 978-3-96317-237-3.</li>
<li><a href="Norbert_Hoerster" title="Norbert Hoerster">Norbert Hoerster</a>: <i>Haben Tiere eine Würde? Grundfragen der Tierethik</i>. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51088-4.</li>
<li><a href="Hans_Werner_Ingensiep" title="Hans Werner Ingensiep">Hans Werner Ingensiep</a>, Heike Baranzke: Das Tier. Grundwissen Philosophie. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-020320-0.</li>
<li>Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft Tierethik (Hrsg.): <i>Tierrechte – Eine interdisziplinäre Herausforderung</i>. Erlangen 2007. ISBN 978-3-89131-417-3.</li>
<li><a href="Traugott_J%C3%A4hnichen" title="Traugott Jähnichen">Traugott Jähnichen</a>, Clemens Wustmans (Hrsg.): <i>Tierethik. Biblisch-historische Grundlagen – normative Perspektiven – aktuelle Herausforderungen</i>. Verlag Hartmut Spenner, Kamen 2012, ISBN 978-3-89991-133-6.</li>
<li><a href="Helmut_F._Kaplan" title="Helmut F. Kaplan">Helmut F. Kaplan</a>: <i>Ich esse meine Freunde nicht oder Warum unser Umgang mit Tieren falsch ist</i>. trafo Verlagsgruppe, Berlin 2009, ISBN 978-3-89626-941-6.</li>
<li>Martin Liechti (Hrsg.): <i>Die Würde des Tieres</i>. Harald Fischer Verlag, Erlangen 2002, ISBN 3-89131-406-X.</li>
<li><a href="Konrad_Paul_Liessmann" title="Konrad Paul Liessmann">Konrad Paul Liessmann</a> (Hrsg.): <i>Tiere. Der Mensch und seine Natur</i>. Paul Zsolnay Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-552-05602-2.</li>
<li>Klaus Petrus: <cite style="font-style:italic">Tierrechtsbewegung – Geschichte, Theorie, Aktivismus</cite>. <a href="Unrast" class="mw-redirect" title="Unrast">Unrast</a>, 2013, ISBN 978-3-89771-118-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/tierrechtsbewegung-408-detail">unrast-verlag.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Tierethik&rft.au=Klaus+Petrus&rft.btitle=Tierrechtsbewegung+-+Geschichte%2C+Theorie%2C+Aktivismus&rft.date=2013&rft.genre=book&rft.isbn=9783897711181&rft.pub=Unrast" style="display:none"> </span></li>
<li>Niklas Peuckmann: <i>Tierethik im Horizont der Gottebenbildlichkeit: Zur Bedeutung des Menschenbildes in der Ethik der Mensch-Tier-Beziehungen</i>. Projekt-Verlag 2017, ISBN 978-3-89733-414-4.</li>
<li><a href="Richard_David_Precht" title="Richard David Precht">Richard David Precht</a>: <i>Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen</i>. Goldmann 2016, ISBN 978-3-442-31441-6.</li>
<li><a href="Christa_Murken" title="Christa Murken">Christa Murken</a>: <cite style="font-style:italic">Animal Turn. Auf der Suche nach einem neuen Umgang mit Tieren.</cite> Verlag Murken-Altrogge, 2015, ISBN 978-3-935791-46-5 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.murken-altrogge-verlag.de/dok/Christa-Murken-Animal-Turn_Folder2015.pdf">murken-altrogge-verlag.de</a> [PDF]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Tierethik&rft.au=Christa+Murken&rft.btitle=Animal+Turn.+Auf+der+Suche+nach+einem+neuen+Umgang+mit+Tieren.&rft.date=2015&rft.genre=book&rft.isbn=9783935791465&rft.pub=Verlag+Murken-Altrogge" style="display:none"> </span></li>
<li>Mark Rowlands: <i>Animal Rights. A Defense</i>. London, New York, 1998.</li>
<li>Brent A. Singer: <i>An Extension of Rawls’ Theory of Justice to Environmental Ethics</i>. Environmental Ethics 10, 1988, S. 217–231</li>
<li>Friederike Schmitz (Hrsg.): <i>Tierethik. Grundlagentexte</i>. Suhrkamp, Berlin 2014, ISBN 978-3-518-29682-0.</li>
<li><a href="Peter_Singer" title="Peter Singer">Peter Singer</a>: <i><a href="Animal_Liberation._Die_Befreiung_der_Tiere" title="Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere">Animal Liberation</a></i>. B&T, Auflage von 2002, ISBN 0-06-001157-2 (deutsch: <i>Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere</i>. Übersetzt von Claudia Schorcht. Harald Fischer, Erlangen 2015, ISBN 978-3-89131-532-3).</li>
<li><a href="Jean-Claude_Wolf" title="Jean-Claude Wolf">Jean-Claude Wolf</a>: <i>Tierethik. Neue Perspektiven für Menschen und Tiere</i>. 2., durchgesehene Auflage. Harald Fischer Verlag, Erlangen 2005, ISBN 3-89131-415-9.</li>
<li><a href="Ursula_Wolf_(Philosophin)" title="Ursula Wolf (Philosophin)">Ursula Wolf</a>: <i>Das Tier in der Moral</i>. Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt (Main) 2004, ISBN 3-465-03314-0.</li>
<li>Ursula Wolf (Hrsg.): <i>Texte zur Tierethik</i>. <a href="Reclam-Verlag" title="Reclam-Verlag">Reclam-Verlag</a>, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-018535-3.</li>
<li>Donald VanDeVeer: <i>Of Beasts, Persons, and the Original Position</i>. The Monist 62, 1979, S. 368–377.</li>
<li>Rudolf Winkelmayer, <a href="Eva_Maria_Maier_(Juristin)" title="Eva Maria Maier (Juristin)">Eva Maria Maier</a>, Christoph Wagner: <i>Gewissensbissen. Tierethik und Esskultur</i>. Löwenzahnverlag 2008, ISBN 978-3-7066-2420-6.</li>
<li>Clemens Wustmans: <i>Tierethik als Ethik des Artenschutzes. Chancen und Grenzen</i>. Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-025639-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Scott Wilson: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.iep.utm.edu/anim-eth/"><i>Animals and Ethics.</i></a> In: James Fieser, Bradley Dowden (Hrsg.): <i><a href="Internet_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Internet Encyclopedia of Philosophy">Internet Encyclopedia of Philosophy</a></i>. <i>(en)</i></li>
<li>Lori Gruen: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://plato.stanford.edu/entries/moral-animal/"><i>The Moral Status of Animals.</i></a> In: Edward N. Zalta (Hrsg.): <i><a href="Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Stanford Encyclopedia of Philosophy">Stanford Encyclopedia of Philosophy</a></i>. <i>(en)</i></li>
<li>Jeff Sebo: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.utilitarianism.net/guest-essays/utilitarianism-and-nonhuman-animals">Utilitarianism and Nonhuman Animals</a>. In <a href="William_MacAskill" title="William MacAskill">William MacAskill</a> & Richard Chappell (Hrsg.): <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.utilitarianism.net/">An Introduction to Utilitarianism</a></i>. <i>(en)</i></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.tier-im-fokus.ch/info-material/literatur_und_links/tierethik/">Kommentiertes Literaturverzeichnis mit Buchbesprechungen</a> sowie Links zu weiteren Informationen über zentrale tierethische Positionen bei <a href="Tier-im-fokus.ch" class="mw-redirect" title="Tier-im-fokus.ch">tier-im-fokus.ch</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Immanuel Kant: Die Metaphysik der Sitten. Zweiter Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre, §17.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Klaus Peter Rippe: <i>Tierethik.</i> In: Marcus Düwell, Klaus Steigleder (Hrsg.): <i>Bioethik. Eine Einführung.</i> Frankfurt am Main 2003. S. 405–412 und 405–406.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Clemens Wustmans: <i>Tierethik als Ethik des Artenschutzes. Chancen und Grenzen.</i> Stuttgart 2015. S. 93–96.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Julian_Nida-R%C3%BCmelin" title="Julian Nida-Rümelin">Julian Nida-Rümelin</a>: <i>Tierethik I: Zu den philosophischen und ethischen Grundlagen des Tierschutzes</i>. In: ders. (Hrsg.): <i>Angewandte Ethik. Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch</i> (= <i><a href="Kr%C3%B6ners_Taschenausgabe" title="Kröners Taschenausgabe">Kröners Taschenausgabe</a>.</i> Band 437). 2., aktualisierte Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-43702-3, S. 514–539.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Bernd Janowski/Ute Neumann-Gorsolke/Uwe Gleßmer (Hrsg.): <i>Gefährten und Feinde des Menschen. Das Tier in der Lebenswelt des alten Israel</i>. Neukirchen-Vluyn 1993</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Urs Dierauer: <i>Tier und Mensch im Denken der Antike</i>. Amsterdam 1977; <a href="Richard_Sorabji" title="Richard Sorabji">Richard Sorabji</a>: <i>Animal Minds and Human Morals. The Origins of the Western Debate</i>. London 1993</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Eintrag zur Tierethik. In: Marcus Düwell, Christoph Hübenthal und Micha H. Werner (Hrsg.): <i>Handbuch Ethik</i>. 2. Auflage. Stuttgart 2006. S. 288–291. S. 288.</span>
</li>
<li id="cite_note-modernlivestock-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-modernlivestock_8-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Gillespie, J. & Flanders, F. (2009): Modern Livestock and Poultry Production. Cengage Learning.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Immanuel Kant: <i>Was ist Aufklärung?</i>. In: Ernst Cassirer: <i>Was ist Aufklärung? Ausgewählte kleine Schriften</i>. Felix Meiner Verlag 1999.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Herwig Grimm, Samuel Camenzind, Andreas Aigner: <i>Tierethik</i>. In: Roland Borgards (Hrsg.): <i>Tiere</i>. J.B. Metzler Verlag, Stuttgart 2016, S. 78–97</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Jeremy Bentham: <i>An Introduction to the Principles of Morals and Legislation</i> [1789]. The Collected Works of Jeremy Bentham. Hg. v. J. H. Burns, H. L. A. Hart. London 1996, S. 283</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.utilitarianism.com/jeremybentham.html"><i>Jeremy Bentham on the suffering of non-human animals.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 8. Januar 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ATierethik&rft.title=Jeremy+Bentham+on+the+suffering+of+non-human+animals&rft.description=Jeremy+Bentham+on+the+suffering+of+non-human+animals&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.utilitarianism.com%2Fjeremybentham.html"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean-Pierre Wils: <i>Tierethik.</i> In: Jean-Pierre Wils und Christoph Hübenthal (Hrsg.): <i>Lexikon der Ethik.</i> S. 362–370. S. 367.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Heike Baranzke: <i>Tierethik</i>. In: Marcus Düwell, Christoph Hübenthal und Micha H. Werner (Hrsg.): <i>Handbuch Ethik.</i> 2. Auflage. Stuttgart 2006. S. 288–291. S. 288.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Die Woche</i> vom 8. November 1902, S. 2084. Der Autor Rudolf Neunzig meinte, Frauen fehlten naturwissenschaftliche Kenntnisse, und sie sollten „ihren thierschützerischen Sinn in ihrer Eigenschaft als Mutter und Hausfrau, als Erzieherin ihrer Kinder und Herrin des <a href="Gesinde" title="Gesinde">Gesindes</a> suchen“.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Leonard Nelson: <i>Recht und Staat</i> [1926]. Hamburg 1972, S. 376</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Albert Schweitzer: <i>Kulturphilosophie</i> [1923]. München 2007</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Stanley Godlovitch, Rosalind Godlovitch, John Harris: <i>Animals, Men, and Morals. An Enquiry into the Maltreatment of Non-Humans</i>. London/New York 1971</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Herwig Grimm, Samuel Camenzind, Andreas Aigner: <i>Tierethik</i>. In: Roland Borgards (Hrsg.): <i>Tiere</i>. J.B. Metzler Verlag, Stuttgart 2016, S. 78–97 (hier: S. 79)</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Donald VanDeVeer: Of Beasts, Persons, and the Original Position. The Monist 62, 1979, S. 368–377.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ethikrat.org/veranstaltungen/anhoerungen/mensch-tier-mischwesen">Anhörung des Ethikrats</a></span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.information-philosophie.de/?a=1&t=4595&n=2&y=2&c=51">A–L</a> und <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.information-philosophie.de/?a=1&t=4596&n=2&y=2&c=51">M–Z</a>.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4194901-8">4194901-8</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-12-26" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Tierethik&oldid=262747976">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>